Das erste Kennenlernen zwischen der Felix Schoeller Group und der TrainingsManufaktur fand 2015 mit einigen Workshops in der Veredelung statt. Den Start in die Transformation gab dann vor sechs Jahren ein Lean-Projekt an der Papiermaschine 1 des Stammwerks in Osnabrück. Hierbei war das Ziel eine Steigerung der Overall Equipment Effectiveness (OEE) mit Shopfloor-Methoden wie 5S und SMED. Schnell wurde bei diesem Projekt klar, dass zum Erfolg auch Kulturelemente bearbeitet werden mussten. Die Organisation war gewissermaßen noch nicht transformationsbereit.

So galt es, einige Hürden zu nehmen, um die 10 %-Punkte OEE-Steigerung zu erreichen. Gerade durch diese gemeinsame Kraftanstrengung war das Projekt die Initialzündung dafür, dass Felix Schoeller sich intensiv mit den Methoden von Operational Excellence beschäftigte. So gesehen, war die Papiermaschine 1 der wichtige erste Schritt auf dem Weg zur Excellence-Transformation.

Durch die ersten Erfolge, die bei diesem Projekt sichtbar wurden, entwickelte sich parallel ab Mitte 2017 ein Projekt im Bereich Process Excellence mit dem Ziel, sieben Full Time Equivalents (FTE) aus der Veredelung rauszuziehen, um die neugewonnenen Kapazitäten für KVP-Themen zu nutzen. Die Erfolge stützten das Vorhaben, eine zentrale Abteilung für Operational Excellence im Unternehmen zu gründen. Ab 2021 koordiniert sie die Initiativen rund um OpEx und sorgt dafür, dass Verbesserung in allen Prozessen bei Felix Schoeller immanent wird.

Besondere Strahlkraft unter den OpEx-Ansätzen hatte Process Excellence gewonnen. Auch für den Zentralbereich und den Vertrieb der Felix Schoeller Group wurde ab 2020 ein entsprechendes Projekt aufgesetzt. Hierbei ging es vor allem darum, durch verschwendungsfreie Prozesse in der Administration die Überlast bei den Mitarbeitern aufzuheben und dadurch auch Freiraum für andere Themen zu schaffen. Dadurch war es den Mitarbeitern möglich, strategische Projekte in Angriff zu nehmen und sie erfolgreich zu bearbeiten.

Befeuert durch die Veränderungen und Erfolge entwickelte sich hieraus wiederum eine Strategieinitiative und ein Strang zur Führungsentwicklung im Board of Executives (BoE). Damit wandelte sich gleichsam der Auftrag für die TrainingsManufaktur: hin zu einer Befähigung mit strategischen Methoden für Felix Schoeller und einem starken Coaching für das C-Level. Der methodische Hebel, den die TrainingsManufaktur lieferte, ist der Hoshin Kanri. Diese Methode der Strategieimplementierung nach dem Catchball-Prinzip machte die Umsetzung der geplanten Stränge besonders effektiv. Diese Road to Hoshin geht Felix Schoeller nun ambitioniert weiter.

Als nächster großer Baustein im Excellence-Haus von Felix Schoeller steht das Performance-Programm an. Es fokussiert sich auf die befähigende Ausbildung des internen OpEx-Teams und eine Steigerung der Wirksamkeit der einzelnen Teammitglieder. So wird es möglich, sich durch den entstehenden Freiraum mit Themen zu beschäftigen, für die sich bislang keine Zeit fand. Darunter auch echte Quick Wins wie die Bündelung von Verträgen und das Vertragsmanagement mit dem Ziel, klare Kostenreduktionen zu erreichen. Außerdem steht die Performance-Steigerung der Anlagen im Fokus.

Beide Themen zahlen auf ein strategisches Ziel von Felix Schoeller ein, den Gewinn durch Umsatzsteigerung bei gleichzeitiger Kostenreduktion zu steigern. Die Arbeit mit Business Cases bringt die Felix Schoeller Group diesem Ziel methodisch Stück für Stück näher.