Überblick
Konzept

Gleichzeitig gilt der Trend des Showroomings als Omnichannel-Tool. Hierbei eröffnen Anbieter ein kleines Ladengeschäft, in dem Produkte nur angeschaut und angefasst werden können, nicht aber direkt gekauft. Vielmehr erfolgt der Produktkauf über den Onlineshop des Anbieters. Dieser spart so an Miet- und Lagerkosten und bietet dem Kunden trotzdem mehr. Dieser bekommt den Artikel frei Haus geliefert und hat diesen zuvor schon testen können. Der Omnichannel-Handel nutzt auch die Möglichkeiten des Social Media, um dort aktiv mit seinen Kunden in Verbindung zu stehen. Ehemalige Kundenclubs, welche über einen top-down Informationsfluss verfügten, oder Beschwerdemanagement mit bottom-up Prozess werden so mit Hilfe von virtuellen Communities zum Gegenstrom-Prozess. Dadurch fühlen sich Kunden deutlich mehr involviert und binden sich häufig stärker an Produkte, auf die sie einen Einfluss nehmen können.
Mehrwert

Gleichzeitig ist allerdings zu bemerken, dass auch der Omnichannel-Handel vorerst Kundenbedürfnisse nicht verändert, sondern vielmehr auf diese reagiert. Es ist bereits seit einiger Zeit bewiesen, dass viele Kunden schon vor der Einführung des Omnichannel-Handels diesen als Bedürfnis gesehen haben. Der maximale Mehrwert, den der Omnichannel-Handel erreichen kann, ist dementsprechend die vollkommende Erfüllung dieser. Ein perfekter Omnichannel-Vertrieb schafft es hierbei, den Kaufprozess so zu gestalten, dass die Stärken der einzelnen Vertriebswege maximal genutzt sind. So bevorzugt der Kunde bei den Touchpoints weiterhin persönliche Betreuung, eine Stärke des stationären Handels. Gleichzeitig gelten Versand- und Lieferdienste als eine Stärke des Onlinehandels, welche der Kunde auch stationär in Anspruch nehmen will. Die perfekte Anpassung der Strategie auf die Kundenbedürfnisse hat zur Folge, dass die Kunden ihre Bedürfnisse befriedigen können, ohne mehrere Händler suchen zu müssen. Die daraus resultierende Kundenzufriedenheit wirkt sich hierbei deutlich auf die Kundenbindung aus. Diese wird durch die hohen Wechselbarrieren, welche von Omnichannel-Händler geschaffen werden, weiter erhöht. Durch den wissenschaftlich bewiesenen positiven Zusammenhang von Kundenbindung und Umsatz kann also schlussgefolgert werden, dass der Omnichannel-Handel in der Zukunft deutlich umsatzkräftiger sein wird als andere Mehrkanalstrategien.