Eine Partnerschaft in herausfordernden Zeiten
Anfang 2022 begannen wir eine intensive Zusammenarbeit mit RÄDER-VOGEL. Aus einer erfolgreichen Inhouse-Trainingsreihe entwickelte sich ein Mandat für eine weitreichende Projektbegleitung und eine tiefgreifende Partnerschaft, mit der wir einen echten Mehrwert geschaffen haben.
In einer für das Unternehmen wirtschaftlich kritischen Phase wurden wir im Februar 2023 beauftragt, ein umfassendes Lean Management-Programm aufzusetzen, um Verschwendungen zu eliminieren und die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu sichern. Gemeinsam definierten wir das Ziel, durch die Identifizierung und Umsetzung von Business Cases extrem ambitionierte monetäre Mehrwerte zu realisieren. Dieses Programm wurde sehr erfolgreich abgeschlossen.
Wir waren stets mehr als ein Dienstleister; wir waren ein Partner: Als sich die allgemeine Rezession in 2024 verschärfte und RÄDER-VOGEL erneut in schwieriges Fahrwasser geriet, standen wir an ihrer Seite. Um das Unternehmen zu entlasten und am gemeinsam erarbeiteten strategischen Kurs festzuhalten, haben wir von uns aus Kosten im sechsstelligen Bereich flexibilisiert – ein klares Bekenntnis, das gemeinsame Risiko zu tragen.


Ein klarer Auftrag, ein plötzlicher Bruch
Die Zusammenarbeit wurde von den beteiligten Führungskräften bei RÄDER-VOGEL als äußerst positiv und wirksam bewertet. Folgerichtig ging am 12. Juni 2024 die offizielle Bestellung für eine weitere Projektbegleitung zur Strategieumsetzung für das Jahr 2024 bei uns ein.
Eine tragende Führungskraft von RÄDER-VOGEL bekräftigte diesen Willen in Vertretung des Unternehmens in einer E-Mail vom 15. Juni 2024 unmissverständlich:
„Wir akzeptieren die erhöhten Honorarsätze und halten an unseren beiden Durchbruchzielen und den Konditionen für euren variablen Anteil fest. […] Wir arbeiten am Ziehen, ihr werdet bitte nicht müde beim Pushen. So bekommen wir unsere Ziele und Herausforderungen gemeinsam gestemmt.“
Im Vertrauen auf diese klare Zusage und um die notwendige Umsetzung und intensive Unterstützung von RÄDER-VOGEL sicherzustellen, haben wir andere Projektanfragen verschoben oder abgesagt. Wir bestätigten die Annahme des Auftrags am 01. Juli 2024.
Nur 15 Tage später, am 16. Juli 2024, folgte die schockierende Wendung: Schriftlich teilte uns RÄDER-VOGEL die sofortige Kündigung mit und erklärte, sich zu keinen weiteren Zahlungen verpflichtet zu sehen. Ein gebrochenes Wort, ein negierter Vertrag.
Wir haben selbst diesem drastischen Verhalten Verständnis entgegengebracht, da die wirtschaftliche Herausforderung, vor der das Unternehmen stand, durch die Konsultation eines Insolvenzberaters deutlich wurde. Mehrfach haben wir in dieser Lage Angebote gemacht, unseren Vertrag anzupassen, um unsere Begleitung für RÄDER-VOGEL weiterhin möglich zu machen und das Unternehmen gemeinsam zurück zum Erfolg zu führen. Doch das Verhältnis war leider nur noch einseitig konstruktiv.
Der langwierige Weg zur Einigung – und die finale Täuschung
Im Sinne einer professionellen Konfliktlösung haben wir den Weg einer gütlichen, außergerichtlichen Einigung gewählt. In einem langwierigen Prozess wurde zwischen den Anwälten beider Parteien ein fairer Vergleich erarbeitet, der seit November 2025 für beide Seiten unterschriftsreif vorlag.
Was folgte, war eine monatelange Hinhaltetaktik seitens RÄDER-VOGEL. Zunächst wurde die Unterschrift mit dem angeblichen Urlaub des gegnerischen Rechtsanwalts verzögert, dann mit angeblichen Zahlungsschwierigkeiten des Unternehmens verweigert. Eine falsche Behauptung. Nachdem wir ankündigten, die Zahlungsfähigkeit prüfen zu lassen, wurde uns über den anwaltlichen Weg schließlich die Wahrheit mitgeteilt: RÄDER-VOGEL sei durchaus zahlungsfähig, man wolle schlichtweg nicht zahlen.

Unsere Position ist unmissverständlich
Nach monatelangem Entgegenkommen, partnerschaftlichem Risiko und dem geduldigen Versuch einer fairen Lösung ist für uns eine Grenze überschritten. Ein Unternehmen, das Verträge bricht, sich hinter Falschaussagen versteckt und am Ende offenbart, sein Wort willentlich nicht zu halten, handelt wider Treu und Glauben.
Ein solches Geschäftsgebaren untergräbt die Basis jeder vertrauensvollen Zusammenarbeit. Daher sehen wir uns in der Verantwortung, diesen Sachverhalt transparent zu machen. Es geht hierbei nicht nur um eine finanzielle Forderung. Es geht um das Prinzip der Vertragstreue und der Fairness im Geschäftsleben.
Unsere volle Konzentration gilt weiterhin der exzellenten Arbeit für unsere Mandanten, die sich auf unsere Professionalität und unsere Werte jederzeit verlassen können.
Thomas Niggemeier
Geschäftsführender Gesellschafter der TrainingsManufaktur Dreiklang GmbH & Co. KG